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Von Rühstädt nach Havelberg

Als nächstes Ziel bei unserer Elbetour haben wir Havelberg gewählt. Wir fahren einen Großparkplatz an der Elbstraße an. Hier stellen wir uns in die Nähe des "Haus der Flüsse". Unser Übernachtungsplatz ist nicht schön, aber zweckmäßig und kostenlos.


Vorbei am "Haus der Flüsse" erreichen wir eine Brücke über die Havel. Nunmehr sind wir auf der Altstadtseite, die als Insel vollständig von Wasser umflossen wird. Hier fällt uns das Restaurantschiff "RS Hoffnung" auf, welches wohl erst kürzlich seinen Betrieb aufgenommen hat. Vorbei an einem wunderbar in Ferienwohnungen umgebauten ehemaligen Speichergebäudes folgen wir den gepflasterten Wegen in Richtung des Domberges. Der Dom thront seit 1170 über Havelberg und kann frei besichtigt werden. Auch wir tauchen ein in dieses wunderbare Ziegelbauwerk und lassen uns in die vergangene Zeit zurückversetzen. Leider beginnt es beim Verlassen zu regnen, so dass wir uns schnell wieder zurück zum Wohnmobil aufmachen. Gegen Abend  gehen wir nochmals zurück in die Altstadt und schauen uns die wenigen schönen Fachwerkgebäude an. Im Anschluss nehmen wir noch auf der Außenterrasse des Restaurantschiffs ein Getränk. Hierbei wird uns von den Servicekräften erzählt, dass am morgigen Abend der sehenswerte Bootskorso nebst Feuerwerk stattfindet. Das hört sich interessant an, wir entscheiden uns, einen weiteren Tag zu bleiben.

 

Auch am späten Abend rauschen an unserem Wohnmobil noch diverse Schaustellerfahrzeuge vorbei. Neben dem Bootskorso bereitet sich Havelberg auf ihr wichtigstes jährliches Fest vor. Es handelt sich um den Pferdemarkt, bei dem an vier Tagen knapp 200.000 Besucher erwartet werden. Auch in der Gegenwart gibt es noch einen Bereich mit Pferdedarbietungen, dazu wohl einen gigantisch großen Trödelmarkt, und dies alles ergänzt um eine zünftige Kirmes mit Fahrgeschäften und Festzelten.

An unserem zweiten Tag durchqueren wir nochmals intensiv Havelberg. Insbesondere rund um den Winterhafen sind die Vorbereitungen des Bootskorsos zu spüren. Büdchen werden aufgebaut und die Laser- und Feuerwerksshow vorbereitet. Tagsüber findet noch ein Wettbewerb im "Fischerstechen" statt, bei dem sich auf Schlauchbooten postierte "Stecher" mit langen Stäben ins Wasser schubsen sollen. Leider scheint es so wackelig auf den Schlauchbooten zu sein, dass kaum ein Wettbewerb erfolgt, weil die "Stecher" schon fast von alleine ins Wasser fallen. Naja, dieser Wettbewerb sollte aus unserer Sicht modifiziert werden.

 

Zurück am Wohnmobil besuchen wir noch die aufwendige Ausstellung im "Haus der Flüsse", die sich der umliegenden Flora und Fauna annimmt. Viel ist interaktiv gestaltet, so dass auch Kinder Interesse an den Themen bekommen. Aber auch uns gefallen die tollen Möglichkeiten unser Wissen rund um die Pflanzen- und Tierwelt zu verbessern.


Gegen 20 Uhr machen wir uns dann endlich auf den Weg zum Bootskorso. Von der Havelbrücke aus sehen wir einen Bundeswehrschubverband den Korso anführen. Danach folgen unzählige kleine Schiffe und Hausboote, die alle individuell beleuchtet sind. Begleitet wird das Spektakel von landseitigen Kanonenschüssen und einem Fackelzug. Das Ziel des Bootskorso ist der Winterhafen. Dort gruppieren sich die Boote und werden von einer Lasershow empfangen, die u. a. die Wiedervereinigung Deutschlands thematisiert. Danach kehren wir zum Wohnmobil zurück, da wir beim Feuerwerk bei unseren Hunden sein möchten. Und dieses beginnt pünktlich gegen 22 Uhr und kann von unserem Wohnmobil aus wunderbar beobachtet werden. Was für ein toller Abschluß im schönen Havelberg!